Diggi Time #33 Vom Finanzwesen zur Geschäftsführung: Der Weg von Christian Kruse
Shownotes
Vom Sparkassenumfeld in die Geschäftsführung einer Unternehmensgruppe – wie fühlt sich so ein Wechsel eigentlich an?
In dieser Folge der Diggi Time spricht Keno mit Christian Kruse über seinen beruflichen Weg, die Verantwortung als Geschäftsführer und die Herausforderungen, die mit einer neuen Führungsrolle einhergehen. Dabei geht es um Sicherheit und Risiko, um persönliche Entwicklung und die Frage, wie man Veränderungen erfolgreich gestaltet. Christian gibt ehrliche Einblicke in seine Zeit bei der Sparkasse, seinen Weg zur Bents Unternehmensgruppe und die Erfahrungen, die ihn bis heute prägen. Eine spannende Folge über Unternehmertum, Führung und die Bereitschaft, Chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Digitime und in dieser Folge spreche ich mit Christian Kruse, Geschäftsführer von Bens der Unternehmensgruppe.
00:00:07: Wir sprechen über Stabilität und Sicherheit, über Newcastle und darüber was man alles so in einem Alltag erlebt wenn man noch gar nicht so lange Geschäftsührer ist.
00:00:16: Viel Spaß bei der heutigen Folge!
00:00:30: Ja, freut mich auch.
00:00:31: Danke für die Einladung!
00:00:32: Sehr sehr gerne.
00:00:33: Ich hab dich eingeladen weil wir beide kennen uns mittlerweile schon anderthalb Jahre knapp über die WJ.
00:00:37: ich bin ja noch nicht so lange dabei wie du aber ich habe jedes mal wenn wir beide uns unterhalten haben gedacht den muss ich unbedingt mal zu uns in dem Podcast holen.
00:00:45: Das ist klar.
00:00:46: Ich fand euch immer interessant und ich fand die Themen über die wir auch gesprochen haben bisher immer super interessant.
00:00:51: Deswegen bist du heute meinem Ruf gefolgt und hier im Studio.
00:00:53: Schön dass du da bist.
00:00:53: Dankeschön.
00:00:55: Christian, ich hab mal ein bisschen zu dir recherchiert und ich habe mich die ganze Zeit gefragt was hat Christian früher eigentlich gemacht?
00:01:01: Und also bevor du in die Geschäftsführung gegangen bist.
00:01:03: Was hast du davor eigentlich gemacht?
00:01:04: und ich hab gesehen Du kommst ursprünglich eher aus dem Sparkassen Finanzkontext.
00:01:09: Vielleicht kannst du schon mal ein bissel etwas zu deiner Historie erzählen weil das finde ich wirklich ganz anders an.
00:01:13: fünfzehn Jahre war es so knapp da.
00:01:15: Ja genau deswegen könnte ich auch total viel zu der historie erzählen und Ich mach dass auch immer mal wieder gerne weil ich unglaublich gern auf die zeit zurückblicke Kommt ja auch oft vor an der heutigen Zeit, dass Leute hinter sich die Brücken abrennen und sagen Gott sei Dank hab ich die Phase hinter mir.
00:01:29: Aber das ist bei mir gar nicht der Fall.
00:01:31: Fünfzehn Jahre Sparkassen-Finanzgruppe genau in unterschiedlichsten Positionen aber meistens hinter den Kulissen.
00:01:36: also ich habe die Chance gehabt direkt nach der Ausbildung In der Revisionsarbeit schon schnell so ein Blick in die Gesamtbanksteuerung zu bekommen.
00:01:44: Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht so zu verstehen wie ein Unternehmen funktioniert was eigentlich Abseits des Produktes und der Wertschöpfungskette für Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit überhaupt vernünftig gearbeitet werden kann.
00:01:57: Und das ist vielleicht auch dann so ein bisschen der zündende Funke gewesen für meinen weiteren beruflichen Wertegang.
00:02:03: und was meine Zeit bei der Sparkasse geprägt hat, ist auch immer Berufsbegleitendes Lernen gewesen.
00:02:08: also ich habe alle möglichen Studiengänger absolviert die man in in der Sparkassen herangehensweise so angeboten bekommt oder mitnehmen kann und dann darüber hinaus auch noch einiges Bachelorstudium, Masterstudium gemacht mit Auslandsaufenthalt.
00:02:23: Also sehr viel Glück gehabt dass ich dort entdeckt wurde und praktisch und theoretisch viel beigebracht bekommen,
00:02:29: aber ja.
00:02:30: Absolut!
00:02:30: Ich habe gesehen du hast deinen Bachelor in Deutschland gemacht mit einer Eins Komma Null.
00:02:33: also großen Respekt dafür.
00:02:35: Danke schön.
00:02:36: Das
00:02:36: haben wir gemeinsam.
00:02:38: Zumindest bei der Bachelorarbeit, Bachelor Insomen nicht, aber da wirklich großen Respekten dafür.
00:02:43: Und ich habe gesehen dein Master hast du in England gemacht?
00:02:46: Sowohl als auch.
00:02:47: Also ich hab den auf Englisch gemacht an einer Frankfurter Hochschule.
00:02:50: so eine private Business School ist das gewesen Bad Homburg um genau zu sein Und das ist aber ein Kooperation-Studium mit der Newcastle Business School gewesen.
00:02:58: Ich hatte es immer unglaublich interessiert, tut es heute noch.
00:03:00: die englische Sprache ist furchtbar interessant und ist natürlich auch wichtig so für den Alltag und auch für den beruflichen Alltag aber auch privat und wollte immer unbedingt mal eine Faser also komplett auf Englisch auch angewiesen sein auch im Alltag.
00:03:14: Und so habe ich das damals mit einem ausführlichen Auslandssemester dann abgerundet.
00:03:17: Das ist eigentlich im Studienprogramm nicht vorgesehen gewesen, aber kleinere Business School sind flexibel und gegen Einwurf von Münzen ist quasi alles möglich.
00:03:25: So ist es auch gelaufen.
00:03:28: dass ich dort also eine Zeit lang in Newcastle gewesen bin.
00:03:30: Ende Jahrzehnte war das genau.
00:03:32: Ja,
00:03:32: spannend!
00:03:33: Wie hat es dir da vor Ort gefallen?
00:03:35: Herr Vorankt hat's mir gefallen,
00:03:36: v.a.,
00:03:37: wenn ... Ich hab jetzt länger nicht mehr davon erzählt.
00:03:39: Das ist tatsächlich seit ein paar Jahren das erste Mal, dass ich wieder so ein bisschen ins Schwärmen komme und deswegen muss ich mich vielleicht gleich ausbremsen.
00:03:47: Ich habe davor natürlich immer gearbeitet und alles was ich quasi studiert haben immer berufsbegleitend studiert.
00:03:53: D.h.,
00:03:53: dieses typische Studentenleben.
00:03:55: Das ist mir eigentlich um die Ohren geflogen, weil in dem Moment wo meine Kommilitonen angefangen haben ihre Freizeit zu genießen beispielsweise in der Zeit in der ich in Hannover gewesen bin.
00:04:04: Die ja auch also eine tolle Möglichkeit bietet die Stadt sich abseits der Universität gut zu unterhalten musste ich schon wieder zur Bahn und zurück nach aus Friesland und am nächsten Morgen pünkt mich dann im Büro sein.
00:04:17: von daher war diese Chance im Auslandssemester einfach mal Vollzeitstudent sein.
00:04:23: Das soll gar nicht despektierlich klingen, das ist immer von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich.
00:04:27: Aber Vollzeitstudent würde ich mal vergleichen mit einer Teilzeit-Tätigkeit bezogen auf das was ich bisher so erlebt habe.
00:04:34: Also für Freizeit hab' ich noch nie gehabt!
00:04:36: Ich war am Anfang...ich bin mit einem Kommiliton zusammen hingefahren dem Dennis aus Frankfurt Grüße gehen raus und der hat dann nach einigen Wochen zu mir gesagt Christian du brauchst es gar nicht hier nach den Vorlesungen abends noch zu sitzen und dich noch auf die nächste Vorlegung vorzubereiten weil Wie kriegen das hier locker hin?
00:04:52: Teste mal aus.
00:04:53: Komm abends mit!
00:04:54: Und ich musste das wirklich so ein bisschen verstehen, dass es auch geht, abends sich nicht auf den nächsten Tag intensiv vorzubereiten sondern einfach die Seele baumeln zu lassen.
00:05:04: und nachdem ich rausgefunden habe, dass das gut funktioniert und wir in der Vorlesung immer noch vorne dabei sind hab ich das dann auch einige Monate gemacht unter Halsamsten und Freizeit in den siebsten Zeiten gewesen.
00:05:16: Wir haben damals in einer internationalen WG gelebt, das ist so eine Accommodation.
00:05:20: da waren wir zu acht und hatten also Kommilitonen aus Portugal, aus Spanien, aus der Türkei, aus Tschechien sehr viele tschechische Studenten dort.
00:05:29: Das war super vielseitig hoch international Also auch im privaten Umgang miteinander in der Haushaltsgestaltung natürlich herausfordernd diese verschiedenen kulturellen Ideen- und Lebenskonzepte an der Spüle und der Geschirr-Spülmaschine in Einklang zu bringen, sag ich mal.
00:05:47: Cool!
00:05:47: Also man merkt, wenn du davon schwärmst...
00:05:49: Ja genau, deswegen ist
00:05:50: das eine prägende Zeit gewesen.
00:05:51: Das
00:05:51: ist es in der Tat ja.
00:05:52: Wenn ich könnte würde ich's nochmal machen aber irgendwann hat man ja auch alles ausstudiert.
00:05:57: damals war ich schon dreißig.
00:05:58: Ich bin also dadurch dass sich das hier alles berufslang gemacht hat immer so einer der ältesten gewesen.
00:06:02: Wenn ich jetzt mit vierzig da noch mal antanzen würde, fällt es wahrscheinlich auch schwerer mich dann doch in die Gruppe zu integrieren.
00:06:08: Ja das
00:06:08: glaube ich ja!
00:06:09: Ich habe damals super jung studiert also ich war gerade achtzehn, dass ich am Anfang an mein Bachelor Studium zu machen.
00:06:14: Glückwunsch!
00:06:15: Bin dann ja drei Jahre später, war hier schon durch.
00:06:17: aber diese drei Jahre ich sage es auch immer wieder super gerne wenn ich könnte und wenn's die Gelegenheit gäbe das zurückzuspolen...ich würd sofort machen.
00:06:24: Hast du hier einen M-Studiert oder?
00:06:26: Ja
00:06:26: genau, ich hab hier ein M in der Hochschule studiert ... geht es ja auch um dieses Flexible, das Praxisnahe und so weiter.
00:06:32: Das hat mir wirklich gut gefallen... ...und die Profskranten halt teilweise auch dein Name!
00:06:35: Also war's jetzt nicht super anonym, du warst irgendwie nur eine Matricul-Nummer,... ...wondern du warest wirklich auch ne Person, die auch gesehen wurde.... ...und das war für mich extrem spannend im Studium.
00:06:44: Ja?
00:06:44: Und gerade dieses Netzwerkthema also wir machen es hier auch bei den VJs, dass wir uns irgendwie... ...das wird sicher auch einer deiner Alltagsposition sein, dass man rausgeht,... ...dass man neue Personen kennenlernen und das war ein Studium für mich.
00:06:55: schon immer der mitwichtigste Punkt.
00:06:57: In jeder, in jedem Jahrgang quasi hatte ich Personen wo ich genau wusste wenn ich das brauche gehe ich dahin.
00:07:03: Wenn ich einen Raum zum Lernen brauche hole ich mir da den Schlüssel ab weil den kenne ich mittlerweile auch über die letzte Hauspartie die gewesen ist und immer so dieser Netzwerker Gedanke den ich aber laut unsicher war auch schon von Anfang an mitführe.
00:07:13: Ich bin ja manchmal hinterhergerissen, was das Thema Netzwerk und informelle Kanäle anbetrifft.
00:07:19: Klar ich habe ein großes Netzwerk sowohl privat als auch beruflich und inzwischen fängt es auch anderen vielen Stellen so ein bisschen fließend ineinander überzugehen und ich bin da eigentlich kein... bewusster Vorsatznetzwerker.
00:07:33: Als ich reingekommen bin, in die Möglichkeit mich aktiv zu vernetzen, hauptsächlich über die Wirtschaftsunion.
00:07:40: Da war ich erst mal mit dem Angebot oder die Frage, die an mich gerichtet wurde seitens der Sparkasse damals.
00:07:44: Sparkassenvorstand hatte mich gefragt ob ich das tun möchte?
00:07:47: Erstmal ein bisschen zögerlich und musste da mal eine Nacht drüber schlafen.
00:07:50: im Rüblichen betrachtet finde ich es natürlich voll albern.
00:07:52: also wer glaubt ne nacht rüber schlafend zu müssen um zu den wirtschaftsunion zu gehen Der kann sich die Nacht sparen, weil macht's einfach so.
00:08:00: Das wäre heute meine Antwort.
00:08:01: aber jeder muss diesen Gedankengang durchleben und seitdem merke ich natürlich auch das Netzwerk mir weiterhilft, kennst du jemanden bei einer Behörde brauchst eine behördliche Auskunft musst also nicht den offiziellen Weg gehen.
00:08:13: schickst einfach eine WhatsApp-Nachricht diejenige Person kümmert sich oder leitet dich an den richtigen Ansprechpartner weiter.
00:08:18: Ich kenne mal nicht überall jemandem.
00:08:20: Das heißt eigentlich macht es mich ein bisschen traurig zu... erleben, dass man mit informellen Kontakten schneller vorankommt als auf offiziellem Wege.
00:08:30: Weil ich bin eigentlich so ein systemgläubiger Mensch und ich mag das gerne wenn die Dinge organisiert sind und so laufen wie sie laufen sollen.
00:08:37: Und eigentlich soll es ja so laufen, dass jeder Mensch bei jeder Behörde jede Auskunft sofort bekommen kann.
00:08:42: einfach nur weil man auf der Homepage kurz guckt wäre es dann für das Thema verantwortlich.
00:08:46: Das ist aber nicht die Tatsache!
00:08:49: Da ich leider Gott sind überall jemanden kenne und niemand kann überall jemand kennen, muss ich mir darüber im Klaren sein dass Leute mit Netzwerken schneller ans Ziel kommen.
00:08:57: Ja dann ist es gut wenn man eins hat als wenn man eines braucht aber Es wäre auch gut wenn's mit weniger Netzwerk genauso effizient laufen würde.
00:09:05: Klar natürlich ja.
00:09:05: Tja jetzt haben wir schon ein bisschen was über dich erfahren über deine Historie deine Vergangenheit auch deine Leidenschaften hat man so ein bisschen rausgehört.
00:09:12: also das System treu sein das Lernen das Lern scheint dir auch zu liegen sonst hätte da keinen kein Bachelor mit einer Eins Kommando abgeschlossen, das heißt du bist jemanden der auch einfach interessiert an Dingen ist und wenn.
00:09:22: Dann glaube ich zieht man sieht es sich ziemlich an und dann feuern Flamme für diese Themen.
00:09:27: Du bist jetzt seit zweitausend einundzwanzig in der Geschäftsführung von Benz
00:09:31: korrekt?
00:09:31: ja
00:09:32: Benz ist ja aufgeteilt in verschiedene Divisionen Benz Büro Informationssystem usw.
00:09:35: Vielleicht kannst du mal ein bisschen aufräumen zu Benz als solches vielleicht auch deinen Arbeitsalltag mal so ein bisschen beschreiben.
00:09:41: also wie bist du auch in dieser Rolle reingekommen?
00:09:43: was hat dich daran fasziniert?
00:09:45: Und wo steht ihr jetzt heute?
00:09:46: Ja, also... Um die Anknüpfe zu den Wirtschaftsunion und Netzwerkgedanken zu finden, ich bin eigentlich nur deswegen bei der Benz-Unternehmensgruppe als Geschäftsführer tätig.
00:09:55: Weil ich Mitglied bei den Wirtschaftsunionern war.
00:09:57: Es hat damals auch einen Sparkassenvorstand scherzhaft gesagt jedes Mal wenn wir jemanden zu den Wissenschaftsunionen schicken werden die hinterher entweder Oberbürgermeister oder Geschäftsführer irgendwo im Mittelstand.
00:10:07: insofern also verlieren die immer die Leute die zu dem WJ geschickt wären.
00:10:11: trotzdem werden sie nicht müde leute dort hinzuschicken kann man ja auch nutzen um vielleicht jemanden loszuwehren.
00:10:14: ich weiß es nicht sage ich mit immer Augenzwinkern Ne, es ist damals ja Marco Benz gewesen mit dem ich zusammen bei den Wirtschaftsunion war.
00:10:21: Die hatten gerade bei sich im Betrieb den Prozess angestoßen von der zweiten Generation in die dritte Generation überzugehen.
00:10:27: also Marco und Simon Benz Brüder in meinem Alter Der einen Schnapselter, der anderen Schnapsjünger haben dann also die Firma von ihrem Vater übernommen haben viele Jahre vorher schon in der Firma gearbeitet sind systematisch auf ihre Aufgabe vorbereitet worden.
00:10:40: Und dann war die Idee dass Wilfried Benz sich dann also in den Jahren zwischen zwei tausend zwanzig und zweitausend einundzwanzig zurückzieht.
00:10:48: Und Marco Benz hatte mich schon zwei tausenden achtzehn erstmalig drauf angesprochen, ob ich nicht Lust habe da nachzurücken?
00:10:56: Und ich hab auch da erst mal zögerlich reagiert.
00:10:59: wahrscheinlich reagiere ich immer erst einmal als du mich gefragt hast, ob Ich hier zum habe ich zögelich reagieren.
00:11:04: Also hat eine Nacht drüber geschlafen.
00:11:06: Insofern so habe ich das auch gemacht nie sogar etwas länger.
00:11:09: aber wir sind immer wieder im Gespräch geblieben und irgendwann hat sich das Potenzial, die Möglichkeit die Chance Geschäftsler enttätigt zu sein eben so interessant angehört und angefühlt dass ich also genug gut hatte das aufzugeben was ich lieb gewonnen habe.
00:11:24: Und zu sagen Ich probiere das jetzt aus.
00:11:26: und dann bin ich zum ersten erstes Jahr zwanzig-zwanzig dort eingestiegen zunächst als Mitglied der Geschäftsleitung zusammen mit Simon Marco und Wilfried mit dem ich also eineinhalb Jahre zusammengearbeitet habe.
00:11:35: es sind schon auf Teilzeit gegangen aber wir haben uns gegenüber gesessen sowie wir beide jetzt auch im Büro auch durch Beobachten und so kleine praktische Einblicke dann mitbekommen.
00:11:48: Und ja, zum Mitte des Jahres XXI.
00:11:51: ist Wilfried den Gänselichen Ruhestand gegangen und ich bin dort ins Handelsregister eingetragen worden.
00:11:56: Position übernommen.
00:11:57: Die Grundidee war damals die kaufmännische Geschäftsführung, wenn man das so nennen möchte.
00:12:01: Also so wie ich meine Aufgabe auch in der Sparkassenfinanzgruppe immer ein bisschen hinter den Kulissen gefunden habe, war die Idee ebenso.
00:12:10: Das heißt Ich wollte mich um Finanzen-, Personalverwaltung, Compliance-Versicherung, Rechtsangelegenheit und Organisationen kümmern und so ein bisschen um die Produktabwicklung.
00:12:20: Das heisst technischer technischer Kundendienst, Logistik dieser Aspekte.
00:12:24: Vertrieblich haben eigentlich Simon und Marco ein klares Profil und sind in der Hinsicht auch also absolut über jeden Zweifel erhaben die besten, die wir haben bei uns in einer Geschäftsführung definitiv.
00:12:34: Und dann hat sich das aber im Laufe der Jahre so entwickelt dass wir dann doch irgendwann mal vor zwei zweieinhalb Jahren die Idee hatten Mensch warum soll Christian nicht einmal eine Geschäftsbereichsverantwortung übernehmen und selber vom Vertrieb ein bisschen zu mit dem Kassel nach hinten raus die gesamte Wertschirmuskette begleiten.
00:12:52: Und das gefällt mir gut, ist gut dass wir es gemacht haben.
00:12:55: Wir haben vier Business Units bei Bens.
00:12:57: In der Bens Büro haben wir den klassischen Bürobedarf.
00:13:00: Manchmal nennt man da auch C-Artikelmanagement.
00:13:02: Also das sind wirklich Schreibwaren Aber auch Tee, Kaffee, Hygienemittel bis hin zur logistischen Dienstleistung Die man so braucht um einen Büro zu betreiben.
00:13:11: Dann in Bereich Paper Output Management oder manche nennen das auch also Dokumentenprozesse, die in der Business Unit gebündelt sind.
00:13:19: Die ich jetzt seit zweieinhalb Jahren maßgeblich verantworte.
00:13:22: und in der Schwesterfirma, der Benzinformationssysteme machen wir das IT-Infrastrukturgeschäft und das Thema Unternehmenssoftware mit einer ERP-Lösung, Finanzbuchhaltungslösungen, Lohnbuchhaltungslösung.
00:13:33: Also Software & Hardwareinfrastrukturen, ein klassisches System Haus da an der Stelle.
00:13:39: Das haben wir drei unter uns aufgeteilt Und jeder ist für ein, eineinhalb Sachen, sage ich mal maßgeblich verantwortlich.
00:13:45: Das ganze Verwaltungsgeruffel haben wir gleich berechtigt untereinander aufgeteilt.
00:13:48: Der eine macht Vorpark, der andere macht Versicherung, der nächste macht Qualitätsumweltmanagement und ich weite in so Lohnbuchhaltung, Finanzbuchhaltungssache wie mein Steckenpferd.
00:13:57: Macht mir auch Spaß!
00:14:00: Wir haben uns da unsere Kompetenzen so zugespielt, wie sie ideal sind.
00:14:04: Die verschiedenen Sparten bei euch sind einzelne Gesellschaften?
00:14:09: Ja, also wir haben die Spaten Bürobedarf und Paper Output in der Bensbüro.
00:14:14: Und die sparten IT-Infrastruktur und Unternehmen Software in der Benzinformationssysteme angesiedelt.
00:14:19: Das heißt also jeweils zwei Spaten in einer Gesellschaft?
00:14:22: Das ist aber auch so ein bisschen historisch gewachsen, also es gibt Leute die behaupten immer wieder ihr könntet besser die Spaten zusammen in einer Firma packen oder die zusammen eine Firma.
00:14:31: Seit Jahren versuchen wir eigentlich auch unter den Mitarbeitern so einen Kulturgedanken von der Benz Unternehmensgruppe nach vorne zu bringen.
00:14:37: deswegen red ich auch immer ganz oft von der Bens Unternehemsgruppe.
00:14:39: Ich bin ja auch Geschäftsführer von der Binz Unternehemsgrupp und nicht nur von einer Gesellschaft.
00:14:43: Aber ich möchte ganz gerne dass die Mitarbeiter sich weniger abgrenzen und nicht so sehr darüber nachdenken.
00:14:48: Ich bin in der Benz-Informationssysteme, die von der Bens Büro ... Das gibt's leider Gottes?
00:14:53: Ich find es total bedauerlich!
00:14:55: Aber das kann natürlich jemand, der seit fünf Jahren dabei ist vielleicht auch anders beurteilen als ich, der ich jetzt seit sechs und ein halb Jahre dabei bin.
00:15:02: Die haben vielleicht Dinge erlebt und vielleicht hats auch Generationen gegeben.
00:15:05: da ist das Top Down auch anders vorgelebt worden dass will ich nicht ausschließen mag auch gute Gründe gehabt haben.
00:15:10: Jetzt gibts aus meiner Sicht keine guten gründe mehr dafür.
00:15:12: deswegen versuchen wir gerade so einen Einheits Kultur ansatz zu finden und die ideal vorstellung wäre dass sie leute eigentlich gar nicht mehr wissen bei welcher gmbh die angestellt sind sondern wir sind bei bens.
00:15:23: Und machen unternehmen software.
00:15:25: das wär mir am liebsten aber das dauern noch ein bisschen.
00:15:28: absolut ist halt ein change prozess.
00:15:30: ja absolut passt auch ganz gut zu dem konzept dieses podcast.
00:15:34: bei uns geht es ihr auch um das thema donnie geschancen euphemismus.
00:15:37: für probleme kennen wir klasse von so einem bassword bingo alltag und wie man daraus eben erfolgen kann.
00:15:43: Das heißt, was ich jetzt schon raushör ist ja das ist eine dornige Chance an der ihr gerade dran seid also dieses wir gefühlt zu schaffen.
00:15:50: Aus diesem einzelnen Spaten das große ganze die Unternehmensgruppe zu schaffen?
00:15:54: gab es noch andere Dornige Chancen für dich als du in die Geschäftsführungsposition aufgestiegen bist?
00:15:58: glaubst da im wie Momente wo jemand angezweifelt hat dass du kompetent genug bist oder dass jemand sagt Ich bin seit fünf und zwanzig Jahren hier der ist jetzt grade da der braucht mir nicht erzählen wie ich mein Job zu machen habe.
00:16:08: also gab's solche Momente auch für dich.
00:16:10: oder warst du von vornherein gleich?
00:16:12: Auf Augenhöhe mit allen und konntest direkt eigentlich lückenlos rein starten.
00:16:16: Nee, also ich war natürlich nicht von vornherein auf Augenhöhen mit allem Diejenigen die sich gesagt haben Ich bin jetzt seit fünfundzwanzig Jahren hier.
00:16:22: was will der eigentlich von mir?
00:16:24: Die haben wir da natürlich nicht gesagt.
00:16:25: das liegt ja in der Natur der Sache.
00:16:27: Das heißt dass wird dann in der teeküche besprochen solange bis ich die teeköche betreht Und dann alles laufen die leute so weg ist ja typische phänomen je nachdem wie groß die unternehmung ist.
00:16:37: aber bei uns ist das leider manchmal so.
00:16:40: Ich find's ganz bedauerlich, vielleicht ist es in anderen Betrieben aber viel schlimmer.
00:16:43: deswegen sollte ich mich da nicht drüber wundern.
00:16:47: Aber also ich hab relativ wenig Feedback bekommen dass mir Leute ins Gesicht gesagt haben was willst du hier?
00:16:52: Du kannst das auch gar nicht.
00:16:54: Aber ich glaube wie gesagt das ist normal.
00:16:57: die Chance gibt dir eigentlich keiner dem zu sagen das wollen wir noch mal sehen.
00:17:00: So aber ich merke natürlich jetzt wo ich sechs und ein halb Jahre dabei bin auf einem ganz anderen Niveau verstehe, als nach sechs an halb Monaten.
00:17:13: Wenn ich mit meinem heutigen Wissen die Möglichkeit hätte noch mal von Anfang an dabei zu sein ... Dann würde ich natürlich viele Dinge auch anders angehen und einige Dinge, die vielleicht nicht gut geklappt haben oder die Schleppen vorangegangen sind.
00:17:26: ja jetzt weiß ich mehr, woran das liegt.
00:17:29: Hätte ich das dann schneller hinbekommen?
00:17:31: Das weiß ich gar nicht unbedingt!
00:17:32: Vielleicht war das die natürliche Entwicklungsgeschwindigkeit Aber meine Erwartung wäre dann also realistischer gewesen.
00:17:38: Es ist ja auch immer wie eine Enttäuschung, wenn man mit einer viel zu hohen Erwartungen an eine Veränderung rangeht und das geht dann total langsam und man sitzt da und sagt sich warum geht es so langsam?
00:17:47: Was soll das?
00:17:48: Was mache ich hier falsch?
00:17:49: Rückblickend betrachtet hätte das vielleicht nicht schneller gehen können keine Ahnung.
00:17:53: aber da hat's viele viele Aspekte gegeben gerade was in dem Geschäftsmodell indem ich jetzt hauptsächlich tätig bin.
00:18:01: Das war ganz witzig, das habe ich mir nach drei, vier Tagen mal von einem Kollegen aus dem Vertragswesen erklären lassen.
00:18:07: Der sagt ja wir machen hier den Vertrag fertig und dann schicken wir ihn zur Leasing-Gesellschaft.
00:18:10: Und denn wird das Sailor and the Speck aktiviert?
00:18:13: Dann ist das Geschäft eigentlich durch.
00:18:15: Und das ist alles?
00:18:16: Ja!
00:18:16: Das ist eigentlich alles.
00:18:18: Und sechsundhalb Jahre später weiß ich dass es in Wirklichkeit einfach viel komplizierter ist Und das war einfach eine verkürzte Darstellung.
00:18:25: Wahrscheinlich wollte er mich nicht mit Details langweilen, wer mich kennt weiß dass ich Details nie langweilig finde und dass ich gar nicht genug davon haben kann.
00:18:36: aber die Leute mussten mich natürlich auch erst mal kennenlernen.
00:18:38: Ja natürlich ja.
00:18:39: wie war das für dich?
00:18:40: bist du reingekommen hast gesagt so ich habe hier zwölf Punkte planen den setzen wir jetzt genauso um.
00:18:44: oder hast du erstmal ein paar wochen zugehört?
00:18:47: also hast du Gespräche geführt von Personen die schon lange im Unternehmen sind, wie bist du rangegangen damals?
00:18:52: Wie hast du diese dornige Chance genutzt um daraus Erfolg zu machen.
00:18:55: Ja ich glaube dass Leute die häufiger in hochrangigen Management Positionen das Unternehmen wechseln irgendwann in der Lage sind für sich so eine Art vorgehensweise herauszuarbeiten sozusagen praktisch bewährt sich erstmal wochenlang zuzuhören etc.
00:19:14: Das war natürlich das allererste Mal, dass ich eigentlich den Arbeitgeber gewechselt habe und dann auch noch in eine geschäftsleitende Position.
00:19:21: Ich wusste ja gar nicht wie es geht!
00:19:23: Also hab' ich mich dabei wahrscheinlich genauso bescheuert angestellt als auszubildender erster Tag bei der Sparkasse.
00:19:31: Sicherlich mit ein bisschen mehr Berufs- und Lebenserfahrung aber ich hatte jetzt keine konkrete Erfahrung auf diese Aufgabe hin.
00:19:37: Insofern wird das auf den einen oder anderen holprig gewirkt haben.
00:19:41: Klar hab' die ersten Wochen und Monate Vermehrt zugehört.
00:19:45: Mir blieb ja gar keine andere Wahl, was soll ich den Leuten erzählen außer vielleicht ein paar schlaue glattgeschliffene Pauschal-Weisheiten die irgendwie auf alles generell übertragbar sind?
00:19:54: Aber von dem Geschäft hatte ich nicht so viel Ahnung und das ist also ein Aspekt.
00:19:58: Und Es gab einen Punkteplan als ich dort angefangen habe Vielleicht nicht nur einen sondern mehrere Aber Marco Benz und ich schmunzeln dann manchmal drüber.
00:20:10: Marco hat mir so eine Liste hingegeben, OP-Liste nannte er das?
00:20:14: Ich kannte aus irgendwelchen Gründen den ... Das Wort OP in dem Sinne nicht.
00:20:18: Ich dachte, es muss eine Notoperation gemacht werden.
00:20:21: Das ist ne OP- Liste!
00:20:23: Jetzt weiß ich, dass damit offene Posten gemeint sind.
00:20:25: Das benutze ich jetzt eher im Buchhaltungskontext und nicht so sehr bezogen auf Aufgaben die noch zu erledigen sind.
00:20:32: Aber das war so ne OP liste Und da stand als ein wichtiger Punkt darauf, dass wir eine aktualisierte Telefonliste brauchten.
00:20:39: Wo alle Mitarbeiter sehen können wer hat jetzt welche Telefonnummern?
00:20:43: wird wie erreicht?
00:20:44: Die haben wir nie erneuert weil sich das durch... Technologien und andere Rahmenbedingungen natürlich sofort überholt hatte.
00:20:52: Drei Monate nachdem ich angefangen habe war Corona, dann haben wir alle nur noch mit Microsoft Teams kommuniziert und heute hat niemand mehr eine Telefonnummer.
00:21:00: Sei es sich drück einfach auf das Symbol drauf und damit hat sich das.
00:21:03: insofern hat sich dass in Wohlgefallen aufgelöst.
00:21:05: Das war aber auch weiß Gott nicht die wichtigste Aufgabe dies damals gab.
00:21:09: Aber Markus dachte doch Ich hab mich damals gestört Dass wir keine aktuelle Telefonliste hatten und dachten Du machst das mal.
00:21:16: Was war noch so ein Ding, mit dem ich angefangen habe?
00:21:17: Betriebsrentenstärkungsgesetz musst du umgesetzt werden.
00:21:19: Also wir mussten eine BAV einführen und auf halber Strecke hatte ich dann die BAV eingeführt und dann sagte Wilfried Benz irgendwann zu mir, ach das haben wir schon!
00:21:30: Ja da hatten sie das schon.
00:21:32: Allerdings mit drei vier unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften.
00:21:34: Wir haben denn trotzdem noch die Chance genutzt, das ein bisschen zu verdichten auf eine Gesellschaft damit dass also übersichtlicher und strukturierter wird.
00:21:44: aber Das war eigentlich schon umgesetzt.
00:21:46: Da ist auch viel voreinander vorbeigesprochen worden, ne?
00:21:49: Und deswegen muss man da erst mal seine Gehversuche machen und ich hab viel Glück gehabt, dass auch Geh-Versuche in die falsche Richtung nicht geahndet wurden.
00:21:58: Zwar hat's keiner gemerkt das es in der falschen Richtung war außer ich selber Kurskorrektur und den Lappaloma pfeifen.
00:22:04: Heute sechsundhalb Jahre später lachen wir drüber und es ist alles gut.
00:22:07: Schön!
00:22:08: Das klingt also ... Alles was du erzählst, also so wohl deine Historie... Sparkasse, Auslandsinvestor.
00:22:13: Aber jetzt auch bei Benz klingt so als wärst du immer mit Leidenschaft dabei.
00:22:17: Ist das ein Punkt wo du von dir sagen würdest?
00:22:18: Das zeichnet dich aus?
00:22:20: Das würde ich sagen leidenschaft und auch mit unglaublich viel Hartnäckigkeit.
00:22:24: also Ich kann mich auch durch Dinge durchquelen Durch Aufgaben durchquellen die überhaupt gar keinen Spaß machen.
00:22:29: aber die tatsache zu wissen Das muss jetzt einfach sein, reicht aus und dann ziehe ich das durch.
00:22:35: Das hat mich im Studium erfolgreich gemacht, in der Sparkasse erfolgreich gemacht.
00:22:39: Das macht mich auch in einigen Aspekten meiner Freizeitgestaltung erfolgreich.
00:22:42: Wenn ich Dinge organisiere ... Dann sind die immer on point?
00:22:46: Und wenn ich weiß, ich kann nicht on-point organisieren, sag ich gleich ab und mach's besser gar nicht!
00:22:51: Und das ist bei Ben sicherlich auch ein prägendes Merkmal von mir.
00:22:55: Können andere besser beurteilen als ich selber?
00:22:57: Aber für mich ist da schon ein wichtiges Anliegen, dass die Dinge, die ich mache ganzheitlich nachhaltig und vollständig gemacht werden, zu Ende bearbeitet werden.
00:23:04: Ich hasse es wenn dann so auf halber Strecke fallt immer die Lust und man fragt sich merkt's wohl jemand noch.
00:23:09: Kannst ja mal probieren, das einfach liegenzulassen kann nicht mit meinem eigenen Gewissen schon nicht vereinbaren.
00:23:13: also das ist ein ganz wichtiger Aspekt den ich brauche um mit mir selbst auf Augenhöhe im Spiegelbild bleiben zu können Und das prägt mich tagtäglicher.
00:23:39: fünf bis zehn Jahre noch erst mal genauso bestehen.
00:23:41: Ja, hier bleibt alles so wie das ist ne?
00:23:43: Ist ja so ein Ausruf der sich glaube ich aus einer ATL-Zweiserndung herausentwickelt hat.
00:23:48: Wir sagen das manchmal im Spaß aber vielleicht gar nicht unbedingt auf strategischer Ebene sondern wenn es um unsere Alltagsphänomene geht.
00:23:56: Aber wir haben Ich glaube in unserer Beständigkeit per se schonmal eine gute Grundhaltung.
00:24:06: Ich würde uns jetzt nicht als unglaublich volatil bezeichnen, wir brauchen relativ lange bis wir auf ein neues Thema aufspringen.
00:24:15: Wir sind was viele Aspekte anbetrifft auch gerne erst mal in einer beobachtenden Position und konzentrieren uns darauf das was wir machen einfach gut unordentlich zu machen und da gibt es in einigen Bereichen noch viel Entwicklungspotenzial nach vorne.
00:24:28: ich bin dadurch aus sehr selbst reflektiert gerade meiner Business Unit ein sehr datenintensives Geschäft wo längst nicht alle daran vernünftig in einer Reihe aufgegleist sind.
00:24:37: Da haben wir also noch viel zu tun und das ist mir ein wichtiges Anliegen, dass wir das was wir machen erstmal vernünftig machen und sauber hinbekommen.
00:24:46: Damit können wir so eine Zahl an Beschäftigen.
00:24:47: natürlich darf man aber die Entwicklung, die sich am Markt ergeben, nicht aus dem Auge verlieren.
00:24:53: jetzt verrate ich den natürlich kein Geheimnis wenn ich sage, dass das C-Artikel also Bürobedarfsgeschäft auch das Paper Output Geschäft also das Geschäft mit Druck und Kopier und Bürosystem Das ist jetzt nicht mehr so hoch innovativ.
00:25:06: Da gibt's auch eine gewisse Produkt-Sättigung und es sind noch keine Lifestyle Produkte, das heißt im Kunden ist es jetzt ehrlich gesagt auch nicht so wichtig ob er jetzt den neuesten Infrarot Dual Finisher oder sowas auf seinem Gerät drauf hat.
00:25:19: Das gibt es glaube ich gar nicht, das ist ein Dual Scanner oder ein Finisher.
00:25:22: Es gibt keinen Dual Finisher, ich muss mich direkt bei meinem Team entschuldigen.
00:25:27: Ich lasse mir das demnächst im Detail erklären von denen.
00:25:29: aber wo wir natürlich Produktinnovationen haben ist unser IT System Haus in den Bereich der IT Infrastruktur und im Bereich der Unternehmenssoftware.
00:25:37: Und da muss man natürlich das Ohr auf China haben und offen sein für strategische Veränderungen, Entwicklung den Produktbaukasten auch immer wieder abtoday zu halten.
00:25:44: Ich finde es aber da genauso wichtig, auch manchmal zu sagen diesen Produkttrend gehen wir nicht mit heißt nicht dass er nicht interessant ist Aber vielleicht ist ja nicht interessant für uns und man kann auch nicht alles gleichzeitig hinbekommen.
00:25:54: wer glaubt das er alle Bälle gleich in der Luft hat Der wird am ende gar keinen Ball mehr in der luft haben
00:26:00: Und
00:26:00: deswegen werfen wir lieber ein weniger hoch und die anderen haben wir sauber unter Kontrolle und sehen vielleicht noch gut dabei aus als dass das so ein neues Geötzel ist Wo sich auch niemand mehr dran erfreuen kann.
00:26:10: Also insofern unser strategischer Entwicklungsschwerpunkt, der liegt im IT-Systemhaus.
00:26:15: Aber unser Bürobedarf und unser Paper Output Management das sind, um mal so ein Buzzword zu nutzen klassische Cashcows.
00:26:23: Und die machen wir seit Jahren sehr gut.
00:26:26: da haben wir ein sehr gutes Marken Image nach außen hin und die wollen wir auch die nächsten Jahre noch gutmachen.
00:26:33: also vielleicht die letzten dies Licht ausmachen in dieser Branche Und dann wissen wir auch, dass Licht ausgemacht wird.
00:26:38: Man fährt da auf Sicht und weiß, dass es auf uns zukommt.
00:26:41: Das kann ja auch eine Strategie sein.
00:26:44: Vielleicht ist das unsere.
00:26:45: Ja?
00:26:46: Vor allem du kannst vorne raus innovativ sein wenn du hinten rausweißt, dass alles sicher ist.
00:26:50: Stabilität ist drin.
00:26:51: Gehälter können bezahlt werden.
00:26:52: deswegen kann vorne von mir aus erforscht und entwickelt werden.
00:26:56: Wenn eben hinten raus die Sicherheit einfach da
00:26:58: ist.
00:26:58: Das ist das allerwichtigste.
00:27:00: Also sagen Simon Marco und ich ganz oft zueinander ... In erster Linie müssen wir darauf achten, dass die Arbeitsplätze hier sicher sind.
00:27:08: Nicht nur geschützt vor Unfall und Verletzung.
00:27:12: Auch das hat in den letzten Jahren bei uns einen sehr viel gesteigerten Stellenwert bekommen auch weil die Regulatorik die Aufsicht der verstärkten Auge draufwirft.
00:27:21: aber die Arbeitsplatze sicher zu machen, darauf zu achten vernünftige Schutzkleidung tragen, dass die Büros ergonomisch so ausgerichtet sind.
00:27:30: Dass man da verletzungsfrei arbeiten kann das heißt jetzt nicht, dass jeder einen Schreibtisch hat der sich also flüssig um den Körper rum zu... Also sowas machen wir jetzt nicht unbedingt.
00:27:39: aber das muss sicher und das muss ordentlich sein.
00:27:42: Aber die Arbeitsplätze müssen kaufmännisch sicher sein.
00:27:45: Das ist ja gerade wenn man im Familienunternehmens Kontext in der dritten Generation unterwegs ist.
00:27:50: ich bin jetzt ja Fremdmanager habe ja in der Hinsicht Eigentlich nur die Beobachtungsperspektive.
00:27:56: Glaube aber, dicht genug dran zu sein um einen Hauch des Gefühls nachvollziehen zu können.
00:28:01: Man will doch nicht derjenige sein, der das Ding vor die Wand fährt.
00:28:04: Deswegen kann ich diesen Sicherheitscharakter schon sehr gut nachvollziehen auch wenn es bei uns manchmal vielleicht ein bisschen schwarz-weiß in der Firma ist.
00:28:13: also jetzt metaphorisch gesprochen da wo andere sich irgendwelche großen Bilder oder irgendwelchen Marmorveredelungen hinsetzen Das geht doch noch.
00:28:24: Das sieht zwar ein bisschen kacke aus, aber mein Gott ... das funktioniert.
00:28:29: also bleibt das da.
00:28:30: Hier bleibt jetzt alles so wie das ist.
00:28:32: Noch ein paar Jahre und die Entscheidung treffen wir oft in diese Richtung.
00:28:36: und rückblickend betrachtet ist das auch nicht falsch gewesen bisher?
00:28:40: Absolut
00:28:40: ja!
00:28:41: Jetzt haben wir viel über deine Historie, deinen Werdegang bei der Sparkasse und auch bei Benz gehört.
00:28:45: du hast aber viel schon auch von deinen privaten Leidenschaften gesprochen.
00:28:48: Du magst vielleicht noch kurz fünf Minuten zu dir als Person.
00:28:51: Was machst du, wenn du nicht gerade arbeitest?
00:28:53: und arbeiteste wirklich immer im Rohr?
00:28:55: Oder bist du auch mal irgendwie doch mal wieder in Newcastle unterwegs?
00:28:58: oder bist du unterwegs wie wir eine Vacation machen, machst du solche Dinge auch.
00:29:02: Also wie treibt dich dein Alltag nach der Arbeit um?
00:29:06: Ja, mal gucken, wie ich das sortiert bekomme damit es einigermaßen Sinn ergibt.
00:29:10: also Ich bin nach meiner Zeit in NewCastle noch einmal wieder in newcastle gewesen habe zwei Kumpels aus Berlin dort einfach so einen verlängerten Wochenendtrip hingemacht.
00:29:22: Das ist schon Nostalgie pur gewesen, die Stadt, die ja auch wirklich unglaublich lebhaft ist aber auch sehr jung darüber muss man sich auch im Klaren sein.
00:29:33: also die die da Party machen Die sind siebzehn bis zweiundzwanzig.
00:29:38: Und da muss man natürlich auch dann schauen, wie man da seine Distanz definiert und dass man das auch einordnet.
00:29:45: Dass man da vielleicht nicht mehr unbedingt mitten drin im Geschehen auch akzeptiert wird.
00:29:48: Aber den Trip, den wir gemacht haben ist auch einige Jahre her, der war super unterhaltsam.
00:29:52: Wir sind damals in Amsterdam gewesen und sind dort auf die Fähre aufgestiegen, siebzogene Autofähre über Nacht von Amsterdam nach Newcastle fährt.
00:29:59: Das dauert doch fast eine ganze Nacht!
00:30:01: Und auf dem Schiff ist also genauso viel Party wie in der Innenstadt, für Junggesellenabschiede.
00:30:07: Also das was meine Rückkehr nach Newcastle anbetrifft.
00:30:09: Ich will nicht ausschließen dass ich das noch mal mache aber kurzfristig geplant ist das nicht.
00:30:15: In meiner Freizeit grundsätzlich bin ich sehr viel verplant auch durchaus bewusst weil mir das Spaß macht in der Freizei auch etwas um die Ohren zu haben sich unterschiedliche Klicken.
00:30:27: Ich hab Stammtische, wenn man über vierzig ist darf man das so nennen wie sagen wir spielen Skat zusammen ich habe ein Kegelklub also die verschiedensten Aktivitäten wo jetzt vielleicht auch Leute mit Anfang zwanzig nicht vorstellen können dass es irgendwann mal Spaß macht.
00:30:43: aber das tut's durch aus und somit also zunächst erstmal viel um die Ohren was natürlich auch diese Netzwerkidee in der Freizeit weiter voranspielt.
00:30:53: Man hat einfach Leute, die kennen sich mit handwerklichen Aspekten aus.
00:30:56: ich bin überhaupt nicht handwerkelijk begabt und nicht begeistert also ich will auch gar nicht wirklich begabts sein aber es ist dann gut wenn man jemanden kennt der kann und er gerne mag und bei Bedarf man helfen kann so.
00:31:06: Also ich bin jetzt neulich in eine neue Wohnung eingezogen mit einem Kamin und da musste der Schornstein mal auf Vordermann gebracht werden.
00:31:13: Und ja ich kenne zufälligerweise ein Schornsteinfäger.
00:31:16: Grüße gehen raus an den Dieke und der hat mir da geholfen.
00:31:19: Das ist halt einfach super praktisch, das habe ich also meinem Netzwerk im privaten Umfeld zu verdanken.
00:31:25: Wenn ich mal für mich bin in der Freizeit dann interessiere ich mich für Formel Sport, Formel I aber auch Formel II, Formell III, Formal Academy... Also das ist ja ein neues Projekt was von Wie heißt sie auch noch von der Susi Wolff, also die Frau von Toto Wolff vorangetrieben wird.
00:31:41: Die sich die Visionen gesetzt hat eine Frau in die Formel eins reinzubringen und da muss natürlich mal irgendwie anfangen mit einer Frauenliga Und ich drücke die Daumen dass das klappt.
00:31:51: die sind auf Zack und Das ist so ein Hobby vor ein paar Jahren für mich geworden und springe auch wieder extrem viele auf auf den Zug.
00:31:59: Also weltweit hatte ja der formelsport wieder so ne ganz neue popularität erreicht.
00:32:04: Die Leute haben diese Schumacher Trauer überwunden, also nicht was seinen Unfall anbetrifft.
00:32:08: Aber die Tatsache, dass er irgendwann einfach nicht mehr vor Ball eins fahren konnte und da musste man sich ja neu orientieren.
00:32:14: Ich glaube jetzt hat man sich sich neu orientiert an der Stelle.
00:32:17: Also das ist so ein Hobby, was ich für mich auch alleine in meinen eigenen vier Wänden dann genießen kann, dass ich mich mit Formel Sport auseinandersetzte.
00:32:25: Stehst du zur Formel E?
00:32:26: Also die Elektrikvariante ...
00:32:28: Fällt
00:32:28: dir da der Motorsound oder wie siehst du das?
00:32:30: Also
00:32:31: ich weiß gar nicht wo das ausgestrahlt wird.
00:32:33: So, ich gucke ja jetzt alles was so an Formel läuft und Formel E ist irgendwie nie dabei.
00:32:38: also von daher die scheinen dann irgendwie einen anderen Tagen zu fahren oder in anderen Strukturen.
00:32:43: Das hat einfach Konzeptionell offensichtlich nicht den Stellenwert.
00:32:48: Vielleicht kommt das noch, aber die Formel-I fährt inzwischen auch zu fünfzig Prozent mit E-Motoren.
00:32:52: Gibt es auch einige, die sich darüber beschweren?
00:32:54: Also von den Fahrern ist das durchaus kein No-Brainer, dass man sagt lasst uns die Verbrenner durch E-motoren austauschen.
00:33:01: Ich weiß nicht ob E- Mobilität und Formel I eine Diskussion ist ... Die kriegen wir beide glaub ich nicht gelöst.
00:33:08: Das
00:33:10: glaube ich auch nicht.
00:33:11: Im Hinblick der Zeit muss ich sagen, hey Christian, das war ein richtig cooles Gespräch!
00:33:15: Ich danke dir.
00:33:15: Ich hab wieder
00:33:16: wie bei jedem Gespräch vorher mit dir, habe ich wieder Dinge erfahren bin selber wieder auf einem neuen energetischen Level was viele Themen betrifft werde auf jeden Fall nachher mal mit ein paar Studienfreunden glaube ich telefonieren.
00:33:26: das ist lange nicht gemacht aber deine Energie hat mich gerade gepackt.
00:33:29: vielen Dank dass du da gewesen bist hat richtig Spaß.
00:33:32: mich hoffe der auch?
00:33:32: Ja
00:33:32: absolut also ich danke für das Interesse und die interessierten Fragen und die Chance hier eine halbe Stunde von meiner beruflichen und privaten Perspektive zu berichten.
00:33:40: Absolut
00:33:41: Und vielleicht sehen wir dich in den nächsten Folgen, vielleicht zum Gott nochmal dieses Jahr noch mal wieder.
00:33:44: Ja, würde mich freuen!
00:33:45: Danke schön!
00:33:46: Gerne.
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